Offener Brief an Daniel Günther (Feb. 2026)

Eigentumsmauer statt Brandmauer

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Daniel Günther,

ich beziehe mich auf die Sendung Lanz am 7. Januar über das Schicksalsjahr 2026 und den Wahlen in Richtung der AfD. Ihnen missfällt dieser Begriff der Brandmauer! Dort haben Sie die „Brandmauer“ als untaugliche politische Strategie gegen die AfD kritisiert. In dem Zusammenhang haben Sie auch ein Verbot der AfD gefordert.

Insbesondere Ihrer Forderung nach einem AfD-Verbot stimme ich ausdrücklich zu.

Doch ein solches Verbot muss, auf der Basis der Demokratie, gut begründet sein. Wir brauchen eine positive Botschaft. Die „Brandmauer“ ist ein negativer Begriff. Außerdem suggeriert das Bild „Brand“, vom „brennenden Haus“ schon einen katastrophalen Schaden. Wir können dann nur noch löschen. Die Ruine bleibt!

Die Demokratie ist aber nicht in Brand geraten, nur weil einige irregeführte Bürger unser „System“ zerstören wollen! Die Eigentumsordnung ist das Beste, was auch die verirrten Bürger haben. Diese Bürger fallen jedoch auf die Prophezeiung ihres Untergangs herein, wenn für sie das Haus bereits berennt.

Mit dem Begriff der „Brandmauer“ verstärken wir auf makabere Art und Weise auch noch diese falsche Erzählung. Auch im Sinne der Besetzung von positiven Begriffen – framing – sollten wir den Bürgern erklären, dass es um ihr Eigentum innerhalb unseres Landes geht. Sie verlieren oder gewinnen es, wenn sie für die „Eigentumsmauer“ eintreten. Sie verlieren es und werden enteignet, wenn die Diktatur die Macht ergreift, wie in Russland oder früher in der Sowjetunion und der DDR.

Wir brauchen eine Aufstiegserzählung und sollten die Fortschrittsidee der Demokratie in den Vordergrund stellen.

Nur wer etwas gewinnt stimmt zu, wenn etwas verboten wird!

Die Parole lautet dann:

  • Für den Eigenwert der Demokratie und das Eigentum – errichten wir die Mauer gegen die Enteignung durch die Besitztyrannen.

Es gibt ein strategisches Ziel das wir auf alle Fälle beachten müssen. Es gilt die AfD zu spalten und die verführten Bürger zu gewinnen, die doch alle auch Eigentümer sind. Einmal sind sie Eigentümer ihres Lebens und ihres Körpers als freie Bürger. Zudem sind sie Eigentümer ihres Hauses, ihres Hab und Gutes, ihrer Wohnung und als Landwirte ihrer Felder.

Aber sie sind auch Eigentümer dieses wunderbaren Verfassungsraumes. Sie sind auch Erben der Anstrengungen der Verfassungs-Väter und Verfassungs-Mütter, die unser Grundgesetz geschaffen haben. Schließlich sind sie auch Erben der Ordnung der Eigenwerte die in der Gründungsidee der humanistischen Europäischen Gemeinschaft wurzelt! Wir sind die Erben von Adenauer, de Gaulle und Winston Churchill!

Zur Begründung des Konzeptes der Eigenwerte habe ich den Essay geschrieben:

  • Der Streit um die Eigenwerte der Demokratie – Ein Aufruf zur Verteidigung der Eigentumsdemokratie gegen die Besitztyrannis.

Gerne stelle ich Ihnen die ganze Strategie auch persönlich vor. Zu meiner Person: Ich habe als Leiter der interkulturellen Abteilung der „Internationella Skolorna“ – Universität Stockholm – hier in München, 14 Jahre vor allem skandinavische Manager ausgebildet. Von ihnen habe ich viel über den Wert der europäischen Kultur und Vereinigung gelernt!

Ich würde mich über einen Gedankenaustausch freuen, auch um Ihre Arbeit zu unterstützen!

Mit den besten Wünschen

Ihr

Dr. Xaver Brenner


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