Meine Seminare im Rahmen der Volkshochschule München / Buchenried 2018

leoni

Seminare an der Volkshochschule München

Offenes Programm im Gasteig – Philosophie aktuell

Ausgehend von Problemen des Alltags werden wir in dieser Vortragsreihe den philosophischen Hintergrund aktueller Fragen erläutern. Bei der Diskussion dieser Fragestellungen werden wir auf das Wissen der großen Philosophen zurückgreifen. Die vorgeschlagenen Themen verstehen sich als Angebot zur Diskussion. Sie können darüber hinaus Fragen aufwerfen und zur Debatte stellen.

I1130080 – Offenes Programm | 7.3.2019 bis 6.6.2019 – (nicht: 4.3. bis 8.3., 15.4. bis 27.4. (Ostern) und 30.5.2019) | 11 x Donnerstag, 10.00 – 11.30 Uhr
Volkshochschule München, Gasteig | Rosenheimer Straße 5 – Raum 0115 | www.mvhs.de

Im Rahmen des „Offenen Programms“ bieten wir Ihnen Kurse an, die Sie ohne Anmeldung spontan besuchen können. Sie nehmen teil, so oft Sie möchten und bezahlen nur für den einzelnen Besuch. | jeweils 7.- € | Auch mit MVHS-Card | barrierefrei.

Seminar Haus Buchenried

Hoffnung und Verantwortung als Prinzipien?

Der politische Stillstand und die Sehnsucht nach der „guten alten Zeit“ sind die negativen Fantasien und Utopien unserer Tage. Öffnen sie den Blick auf eine verdrängte Wahrheit? Sind Utopien, allen voran die platonische Atlantis-Utopie restriktiv? War das die Hoffnung auf eine reaktionäre und kommunistische Stillstands-Polis? Dieses Modell ist noch heute unser utopisches Grundmodell. Liegt ihm die nihilistische Verantwortungslosigkeit unserer Tage zugrunde? Die Spur führt bis in die kommunistisch-konfuzianische Staatsideologie Chinas. Bürokratische Apparate sollen den Bürger entlasten und doch entpolitisieren sie ihn. Geopfert wird die humane Idee der Selbstschöpfung. Gibt es noch eine Hoffnung auf eine verantwortliche Utopie?

I810024 – Wochenendseminar | 15.3. – 17.3.2019 | Dr. Xaver Brenner
Beginn: Freitag 18.00 Uhr | Ende: Sonntag 14.00 Uhr | Kosten: € 95 Seminar + € 130 Pension
Haus Buchenried | Assenbucherstr. 45 | 82335 Berg-Leoni | Telefon 08151 9620-0 | www.buchenried.de

Vortragsreihe am VHS Bildungszentrum München Einsteinstraße 28

Staat und Gesellschaft – Revolution und Restauration

Parallel zur demokratischen Entwicklung ab der Renaissance in Italien, in West- und dann auch in Nordeuropa, entsteht aus den Resten des weströmischen und germanischen Reiches der Nationalstaat. Ist er die feudale Antwort auf die republikanische und demokratische Städteentwicklung? Die Freiheit des Denkens in den liberalen Räumen Europas hat die feudale Restauration immer mit Disziplin und Unterdrückung beantwortet. Der wechselseitigen Abhängigkeit beider Ideen, ihrer dialektischen Verwobenheit soll hier nachgegangen werden. Als Gegner haben sie sich inspiriert, bekämpft und oft auch zerstört.

Die Idee der Renaissance – Stadtrepublik und Imperium am Beispiel Machiavelli
I131721 – Mittwoch, 13.3.2019, 18.00 – 19.30 Uhr

Die Republik der Aufklärung (Kant) und die Idee der preußischen Staatsvernunft (Hegel)
I131722 – Mittwoch, 20.3.2019, 18.00 – 19.30 Uhr

Die föderale-demokratische Revolution der USA (Jefferson) und die Französische Revolution (Rousseau)
I131723 – Mittwoch, 27.3.2019, 18.00 – 19.30 Uhr

Die marxistische Staatsidee (Marx/Lenin) und der Liberalismus (Max Weber)
I131724 – Mittwoch, 3.4.2019, 18.00 – 19.30 Uhr

Die europäische Idee und der Nihilismus ihrer nationalistischen Gegner
I131725 – Mittwoch, 10.4.2019, 18.00 – 19.30 Uhr

Volkshochschule München Bildungszentrum | Einsteinstraße 28 *** neuer Veranstaltungsort ***
Preis 7,- EUR pro Vortrag. Restkarten vor Ort | auch mit MVHS-Card | www.mvhs.de

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Einzelvorträge an der Volkshochschule München

Karl Jaspers und Martin Heidegger – Liebe und Tod

Zuerst eine philosophische Kampfgemeinschaft für den Existenzialismus in Deutschland. Dann der Versuch einer Freundschaft die scheitert, weil Heidegger sich einer heroischen Seinstheorie zuwendet. Sie bezieht den ganzen Ernst des Lebens aus dem „Vorlauf zum Tode“. Jaspers hingegen lebt mit seiner jüdischen Frau in Treue und unter ständiger Androhung des Todes durch die Nazis. Es nimmt die Kraft für diesen Treuebund aus der Liebe. Der Liebe zu seiner Frau, vor allem aber aus der Liebe als dem „Verlauf des Lebens“. Sie ist für ihn das große „Umgreifende“, die positive Fülle der Existenz. War also der Gegensatz dieser zwei Philosophien der eigentliche Urgrund des Zerwürfnisses zwischen den beiden Philosophen? Was können wir Heutigen daraus lernen?

I135936 – Vortrag | 12.4.2019 – Freitag, 20.00 – 21.30 Uhr
Volkshochschule München, Gasteig | Rosenheimer Straße 5 – Raum 0115 | Karte zu 7 € auch mit MVHS-Card www.mvhs.de

Adorno: Über den Jargon der Eigentlichkeit und sein Scheitern

Eigentlich kritisiert Adorno den Jargon Heideggers als eine Sprachform die verbirgt. Als die Erzeugung einer Philosophie, die zum Mythos wird, weil sie sich der Verdinglichung in der Welt des Seienden (der Dinge) entziehen will. Hier begegnen sich beide Philosophien. Denn auch Adorno will sich durch Sprache und Inhalt der Verdinglichung – hier der kapitalistischen Warenwelt – entziehen. Die Negation als Methode wird für ihn zum Instrument. Mit ihr sucht er eine Metaphysik des Werdens. Beide Philosophien bleiben jedoch im Bereich des „nicht Identischen“ stehen. Was eigentlich werden soll verbleibt im Uneigentlichen. So verfehlen beide eine Genesis der Existenz, die aus der Sorge zur Erfindung von Lebensformen zur Vorsorge weiterschreitet. Wir werden sowohl nach den Widersprüchen als auch nach den Gemeinsamkeiten fragen.

I136453 – Vortrag | 19.9.2019 – Donnerstag, 18.00 – 19.30 Uhr
Volkshochschule München, Gasteig | Rosenheimer Straße 5 – Raum 0115 | Karte zu 7 € auch mit MVHS-Card www.mvhs.de

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