Meine Seminare im Rahmen der Volkshochschule München / Buchenried

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Seminare an der Volkshochschule München

Offenes Programm im Gasteig – Philosophie aktuell

Ausgehend von Problemen des Alltags werden wir in dieser Vortragsreihe den philosophischen Hintergrund aktueller Fragen erläutern. Bei der Diskussion dieser Fragestellungen werden wir auf das Wissen der großen Philosophen zurückgreifen. Die vorgeschlagenen Themen verstehen sich als Angebot zur Diskussion. Sie können darüber hinaus Fragen aufwerfen und zur Debatte stellen.

J 130080 – Offenes Programm | 10.10.2019 bis 31.1.2020 – (nicht: 31.10., 26.12.2019 und 2.1.2020 wegen Ferien/Feiertagen) | 13 x Donnerstag, 10.00 – 11.30 Uhr
Volkshochschule München, Gasteig | Rosenheimer Straße 5 – Raum 0115 | www.mvhs.de

Im Rahmen des „Offenen Programms“ bieten wir Ihnen Kurse an, die Sie ohne Anmeldung spontan besuchen können. Sie nehmen teil, so oft Sie möchten und bezahlen nur für den einzelnen Besuch. | jeweils 7.- € | Auch mit MVHS-Card | barrierefrei.

 

Seminar Haus Buchenried

Die „unsagbare Erfahrung“ oder die Wahrheit in der Philosophie

Seit Platon von „esoterischer und exoterischer Philosophie“ sprach, gibt es die Debatte um das „Unsagbare“ in der Philosophie des Abendlandes. Sie findet sich auch bei Aristoteles. Sie zieht sich durch bis Kierkegaard, Nietzsche und Heidegger und bis in die Existenzphilosophie unserer Tage. Was wird verschwiegen in dieser Debatte? Was bewusst unterdrückt? Welche Wahrheit muss als „wahre Lüge“ (pseudos àletheía), wie Platon in der Politeia sagt, dem Volk verborgen werden? Welche Grundstruktur der Bevormundung und Manipulation zeigt sich, wenn der „Schleier der Maja“ (Schopenhauer) nicht ein Mythos, sondern der Akt der Rettung einer überkommenen Seins- und Substanzphilosophie ist? Der nur dazu dient, die Philosophie als Lebensform (Hadot) zu verdrängen?

J820034 – Wochenendseminar | 15.11. – 17.11.2019 | Dr. Xaver Brenner
Beginn: Freitag 18.00 Uhr | Ende: Sonntag 14.00 Uhr | Kosten: € 95 Seminar + € 130 Pension
Haus Buchenried | Assenbucherstr. 45 | 82335 Berg-Leoni | Telefon 08151 9620-0 | www.buchenried.de

 

Vortragsreihe am VHS Bildungszentrum München Einsteinstraße 28

Europäische Verfassungs-Demokratie oder autoritärer Gesetzes-Staat

Ob eine Gesellschaft in guter Verfassung ist, oder ob sie nur durch Gesetze ordentlich regiert wird, das sind existenzielle Fragen. Sie kreisen alle um das „gute Leben“ (Sokrates). Es fällt nicht vom Himmel, sondern muss durch die Bürger in Interessenkämpfen erfunden und weiterentwickelt werden. Jede Diktatur hat Gesetze. Jede Aristokratie eine staatliche Ordnung. Oligarchien und selbst Mafia-Staaten folgen Regeln. Doch ihre Rechts-Ordnungen orientieren sich nicht an der Volkssouveränität, sondern an der souveränen Tyrannen-Macht, um ihre Völker zu unterdrücken und auszubeuten. Wie entgleitet den Bürgern ihre Demokratie? Warum entwickeln Gemeinschaften Untergangs-Szenarien? Aus der Geschichte lässt sich nicht nur lernen, wie eine demokratische Verfassungsordnung dem widerstehen kann, sondern auch, dass der Ort der Krise auch immer der Lern-Ort war und ist, das bessere Demokratiemodell zu denken.

Die antike Demokratie im Kampf mit dem inneren und äußeren Cäsarismus
J132391 – Mittwoch, 8.1.2020, 18.00 – 19.30 Uhr

Klosterordnung und Feudalstaat im Konflikt mit der demokratischen Stadtverfassung und dem mittelalterlichen Föderalismus
J132392 – Mittwoch, 15.1.2020, 18.00 – 19.30 Uhr

Demokratische Revolution contra konstitutionelle Restauration
J132393 – Mittwoch, 22.1.2020, 18.00 – 19.30 Uhr

Europäische Demokratie im Kampf mit Bonapartismus und Faschismus
J132394 – Mittwoch, 29.1.2020, 18.00 – 19.30 Uhr

Volkshochschule München Bildungszentrum | Einsteinstraße 28 *** neuer Veranstaltungsort ***
Preis 7,- EUR pro Vortrag. Restkarten vor Ort | auch mit MVHS-Card | www.mvhs.de

 

Einzelvorträge an der Volkshochschule München

Platons „wahre Lüge“ in der Politeia und die Verdrängung der Sokratik

Platon hielt es für gerechtfertigt, dass die Staatsführer ihre Untertanen auch belügen dürfen, wenn es um das allgemeine Gute geht. Damit steht er im Widerspruch zu seinem Lehrer Sokrates.

J134160 – Vortrag | 4.10.2019 – Freitag, 18.00 – 19.30 Uhr
Volkshochschule München, Gasteig | Rosenheimer Straße 5 – Raum 0115 | Karte zu 7 € auch mit MVHS-Card www.mvhs.de

 

Adorno: Über den Jargon der Eigentlichkeit und sein Scheitern

Eigentlich kritisiert Adorno den Jargon Heideggers als eine Sprachform die verbirgt. Als die Erzeugung einer Philosophie, die zum Mythos wird, weil sie sich der Verdinglichung in der Welt des Seienden (der Dinge) entziehen will. Hier begegnen sich beide Philosophien. Denn auch Adorno will sich durch Sprache und Inhalt der Verdinglichung – hier der kapitalistischen Warenwelt – entziehen. Die Negation als Methode wird für ihn zum Instrument. Mit ihr sucht er eine Metaphysik des Werdens. Beide Philosophien bleiben jedoch im Bereich des „nicht Identischen“ stehen. Was eigentlich werden soll verbleibt im Uneigentlichen. So verfehlen beide eine Genesis der Existenz, die aus der Sorge zur Erfindung von Lebensformen zur Vorsorge weiterschreitet. Wir werden sowohl nach den Widersprüchen als auch nach den Gemeinsamkeiten fragen.

*****  Vortrag wurd auf Sommer 2020 verschoben

 

Lange Nacht der Philosophie 2019

Wendezeit der Demokratie – Eigentum und Eigensinn gegen Habgier und Kollektivierung

Nichts ist so zuverlässig wie der Pendelschlag der Zeit und mit ihm die Wiederkehr der Geschichte. Doch was im großen Fluss unserer Kulturgeschichte an Erfolgen oder Irrtümern, an Größenwahn und Untergangsstimmung erscheint, kommt nie als die alte Geschichte wieder: denn Geschichte geschieht! Historie wird nur erzählt! Kostümiert mit historischen Erzählungen betreten heute die Machtmenschen die politische Bühne. Sie inszenieren ihre Geschichte und nennen es das „Narrativ“, also kulturelle „Nach-Erzählungen“. Mit dieser Selbst-Inszenierung bringen sie alte Ideologien als neueste Geschichte zu ihrem Nutzen wieder ins Spiel. Diese handeln aber nur von „alten Fabeln in neuen Kleidern“. „Geschichtsschreibung ist die Übereinkunft zu einer Lüge“. So beschrieb Voltaires in der Erzählung „Jeannot et Colin“ (1764) dieses Spiel. Aber selbst in der Lüge und Täuschung werden uns noch Teile unseres kulturellen Erbes vermittelt – verstümmelt zwar zu Lügengeschichten sind auch sie noch ein Teil der Neuerfindungen unserer Welt.

öffentlicher Vortrag am 21. November 2019 um 19.00 Uhr im Eine-Welt-Haus in der Schwanthalerstraße 80 RG/ im „Weltraum U9“ im UG

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