
Xaver Brenner nimmt sich in „Zum Verrat an der Kultur“ Friedrich Nietzsche vor – nicht als akademische Fußnote, sondern als Fallstudie eines Kulturkampfes, der bis heute andauert. Brenners These: Nietzsches Angriff auf die bürgerliche Décadence ist selbst Ausdruck jener Décadence, die er zu bekämpfen vorgibt – ein Angriff auf die demokratischen Eigenwerte, die eine freie Gesellschaft erst tragfähig machen.
Im Zentrum steht Brenners eigenständiger Begriff der Eigenwerte: das Freiheitsdilemma, in dem sich jeder Bürger befindet, der Freiheit, Eigentum und Eigensinn nicht geerbt bekommt, sondern täglich neu erstreiten muss. Diesem Dilemma stellt Brenner Sokrates und Hegel gegenüber – als Kronzeugen einer Philosophie, die Freiheit nicht als Naturzustand, sondern als Verfassungsleistung begreift.
Die beiden Essays verbinden die große Linie der Ideengeschichte – von der attischen Demokratie über Hegels „List der Vernunft“ bis zur Gegenwart – mit einem geschärften Blick auf die politische Gegenwart: Putin, Xi Jinping, Trump und Milei erscheinen als Wiedergänger eines Musters, das Brenner bis in die Antike zurückverfolgt.
Für Leserinnen und Leser von Nietzsche, Sokrates, Hegel und der politischen Philosophie der Gegenwart: ein streitbares, klar argumentierendes Buch, das Position bezieht – gegen den bürgerlichen Defätismus und für die Eigenwerte einer Demokratie, die sich ihrer selbst wieder bewusst wird.
Erste Auflage | Alvin Verlag 2026
155 Seiten · Taschenbuch
Format 15 x 22 cm
€ 19,90 · ISBN 978-3-98730-077-6
Schreiben Sie mir, wenn ich im Rahmen einer Veranstaltung mein Buch vorstellen darf.
Buchvorstellung – Vortrag – Diskussion mit Dr. Xaver Brenner
Demokratie neu bedacht – Anfragen an Nietzsche und denkerische Auswege
Nietzsche gilt als der schärfste Kritiker unserer Kultur. Xaver Brenner hält dagegen: Er ist ihr größter Verräter. In seinem neuen Buch „Zum Verrat an der Kultur“ zeigt er, wie Nietzsches Spott über die „Heerden-Verthierung“ der Bürger die Grundlagen der Demokratie angreift – Eros, Vorsorge und Selbstbestimmung.
Mit Sokrates und Hegel entwirft Brenner eine Gegenphilosophie. Von der athenischen Polis bis zu Putin, Xi und Trump liest er die Gegenwart als Wiederholung eines uralten Kulturkampfes. Ein Abend für alle, die verstehen wollen, warum die Verteidigung der Demokratie immer auch Arbeit an sich selbst ist.
Mittwoch, 4. November 2026, 19.00–20.30 Uhr · VHS München, Einsteinstraße 28, Haus A, Vortragssaal 1 ·
Kursnummer X130085 – Der Eintritt kostet 9 € auf der Website der MVHS oder an der Abendkasse (mit MVHS-Card frei).